Category: thoughts

Modern Art with Primes

07.04.2009 yahe legacy thoughts

Wie schon so viele andere, habe ich mal versucht, einen Weg zur Primfaktorzerlegung von ganzen Zahlen zu finden (und bin auch immernoch dabei). Um mich selbst ein wenig dabei zu unterstützen, habe ich mir gedacht, ich könnte ja ein paar Programme schreiben, die mir das Zahlengefüge ein wenig visualisieren. So habe ich bei einer Darstellung zum Beispiel gesehen, dass sich die einzelnen Zahlen gut in einer Primfaktor-Hierarchie einfügen lassen, wodurch man evtl. wiederum Räume finden kann, in denen sich Primzahlen finden.

Ich bin dabei über eine grafische Simulation gestolpert, die ich euch nicht vorenthalten wollte. Dabei habe ich versucht, eine Übersicht über die Zahlen von 1 bis 1000 zu erstellen. Verbunden ist eine Zahl dabei immer mit ihren zwei kleinsten Faktoren. Primzahlen sind zusätzlich markiert, indem sie rot mit sich selber verbunden sind.

Modern Art with Primes

Interessant finde ich vor allem, wie sich Galaxien um die einstelligen Primzahlen 2, 3, 5 und 7 bilden. Da bekommt das Wort Zahlenraum eine völlig neue Bedeutung.


Sind das wirklich Ihre Folien?!

10.02.2009 Yahe legacy thoughts

Also manchmal fragt man sich wirklich, wozu man diese ganzen Studieninhalte lernen soll. Immerhin wird man das meiste danach doch sowieso nicht wieder benötigen, oder? Nunja, zum Glück erging es ja zumindest dem Dozenten genauso wie uns, immerhin musste er sich doch alle Inhalte selbst aneignen, um danach alles aufzubereiten und in Form von Vorlesungsskripten und -präsentationen zu verbraten, oder?!

Anscheinend nicht, zumindest ist es nun schon mehrfach aufgetreten, dass Dozenten die eigenen Folieninhalte ganz oder zumindest teilweise aus anderen Quellen beziehen. Das ist ja okay, solange dann auch darauf geachtet wird, die Quellen ordentlich zu benennen. Aber das, was es im Augenblick zu bestaunen gibt, ist einfach nicht mehr feierlich. In unserem Fall wurde als leitende Quelle das Buch Artificial Intelligence: A Modern Approach der Universität von Kalifornien, Berkeley, angegeben.

Gut, soweit ok. Mit etwas Recherche findet man heraus, dass es zu dem Buch auch direkt Lecture Slides gibt. Auch das ist soweit noch ok, man kann ja durchaus fertige Slides benutzen, wenn diese gut aufbereitet sind und alles enthalten, was man auch selbst behandeln würde. Was allerdings nicht mehr okay ist, ist, wenn man diese Folien nimmt, überall seinen eigenen Namen hinschreibt, das ganze mit einem eigenen Design versieht und dann Stillschweigen über die Herkunft hält.

Wie sowas genau aussieht?

Hier ist ein wahllos gewählter Bereich aus dem Berkeley-Original, Berkeley Slides: Kapitel 7.

Folien: Berkeley

Und nun die gleichen Informationen in den Folien des Dozenten. Um die Identifikation etwas zu erschweren, habe ich verräterische Informationen zu der Person verschleiert. Für alle Eingeweihten sollte es trotzdem ein Leichtes sein, den Ursprung zu identifizieren.

Folien: Dozent

Ohne mich jetzt zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollten, muss ich doch sagen, dass das ganze gravierende Ähnlichkeiten aufweist. Es möge jedoch bitte jeder für sich selbst entscheiden, ob er solche Praktiken gutheißt oder nicht. Ich wollte es lediglich mal erwähnt haben.


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